21.- 23. August 2026 – Hüttenwochenende auf der Kasseler Hütte | Aktion Bergfreunde

Am Freitagmorgen ging es für die sechs Bergfreunde Dine, Toni und Leo ab Amberg und Bene, Paul und Sophia ab München auf nach Rein in Taufers. Nach einer langen, aber entspannten Autofahrt erreichten wir den Wanderparkplatz, der aufgrund der schlechten Wettermeldung sehr leer war. Da das Münchner Auto Verspätung hatte und die Wetterprognose nicht vielversprechend war, beschlossen Dine, Toni und Leo, nicht auf das andere Auto zu warten, sondern bereits den Aufstieg anzutreten. Nach einer halben Stunde Gehzeit konnten sie bereits das Münchner Auto vom Aufstieg aus auf dem Parkplatz sichten. Kurz darauf setzte auch der gemeldete Regen ein.
Nach einem Drittel der Strecke schlossen Bene, Paul und Sophia auf und es ging für die Gruppe gemeinsam weiter zur Hütte. Der Regen und auch die Sicht wurden nicht besser. Das bestätigte unsere Entscheidung, die ursprünglich geplante Tour, eine viertägige Hüttenwanderung über die Rieserfernergruppe, umzuplanen. Einer der anspruchsvollsten Abschnitte hätte sonst heute bei Nässe und schlechter Sicht zurückgelegt werden müssen.
Stattdessen verschoben wir unsere Abfahrt um einen Tag, stiegen bei Regen auf die Kasseler Hütte auf und wollten das gut gemeldete Wetter am Samstag für eine Tagestour auf den Schneebigen Nock nutzen. Angekommen auf der Hütte, wurden erstmal alle nassen Sachen in den Trockenraum gebracht und wir konnten unseren Schlafsaal beziehen. Aufgrund des Wetters war es sehr ruhig auf der Hütte, nur eine andere Gruppe war mit uns dort. Während manche noch den Rucksack auspackten, wurden schon die ersten Portionen Kaiserschmarrn bestellt und wir verbrachten den Rest des Abends bei Spielen, Rätseln und einem guten, klassischen italienischen Abendessen in der Stube.

Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 7:30 Uhr. Während die Ersten gemütlich aufstanden, wollten ein paar Schlafmützen noch im Bett bleiben und weiter träumen. Doch pünktlich um 8 Uhr saßen alle in der Stube zum Frühstücken. Die andere Gruppe war bereits aufgebrochen, so hatten wir die Hütte für uns.
Nach der Stärkung ging es auch für uns nach draußen. Auf dem heutigen Programm stand der Schneebige Nock, der erste 3000er für eine von uns. Nach dem „ausführlichen“ Materialcheck unseres Tourenleiters („Habt ihr alles dabei?“) starteten wir unsere Tour.
Zu Beginn ging es einen grasigen Pfad entlang, über eine Brücke mit einem rauschenden Gletscherbach, bis der Weg schön langsam immer steiniger und blockiger wurde. Wir schlängelten uns weiter bergauf, bis die Diskussion aufkam, ob die roten Punkte oder die roten Pfeile zur Wegfindung priorisiert werden sollten. Die ersten drei entschieden sich für die Pfeile, zum Leidwesen der anderen, da sich dieser Weg als der „alte Weg“ herausstellte und es gute Gründe für den neuen gab. Da mussten jetzt alle durch.
Nachdem die erste schwierige Stelle überwunden war, befanden wir uns schon bald auf dem blockigen Grat in Richtung Gipfel. Dort suchten wir nach dem „besten und einfachsten“ Weg und kraxelten mit guter Laune bis zum Gipfel. Dort wurde ein mächtiger Brotzeithaufen aufgebaut und ein paar Tomatenmark- und Remouladebrote verspeist.
Nach einem Gipfelfoto machten wir uns wieder an den Abstieg. Von oben war der Weg besser zu sehen und so fanden wir den neuen, leichteren Weg zum Abstieg. Die Zeit bergab vertrieben wir uns mit der Überlegung, noch in den Malersee zu springen, und dem Genuss komischer Lieder. Man munkelt, dass eine Person aus der Gruppe vor Kurzem auf einem Festival war und von dort interessante Exemplare mitgebracht hat. Eines davon ist der „Backfisch“, dessen Ohrwurm sich die nächsten zwei Tage hartnäckig hielt.
Da wir seit Beginn des Rückwegs mit Blick auf die Hütte abstiegen, kam schnell das Gefühl von „Wir sind gleich da“ auf. Das passte nur nicht ganz mit den Erinnerungen vom Aufstieg zusammen. An der Abzweigung zum Malersee entschied sich ein Teil der Gruppe nach einiger Überzeugungsarbeit, noch schnell in diesen zu springen, obwohl der eine oder andere nicht gerade warm war. Für den Rest ging es weiter Richtung Hütte.
Fast pünktlich zum Abendessen waren wir vollständig an der Hütte angekommen. Das Essen war wie schon am Tag zuvor ein Leckerbissen, nur den Nachschlag vermisste ein Teil der Gruppe. Bis zur Hüttenruhe spielten wir noch eine Runde Wizard, bevor wir es uns vor der Tür gemütlich machten und den Abend unter dem Sternenhimmel ausklingen ließen.

Nachdem wir am Vorabend höflich aufgefordert worden waren, bereits um 7:00 Uhr zum Frühstück zu kommen, saßen wir leicht verklatscht, aber früher als am Vortag vor unseren Broten mit Marmelade oder Schmelzkäse. Danach ging es ans Packen und Ausziehen aus dem Zimmer.
Als wir uns alle quasi pünktlich zur vereinbarten Zeit auf der Terrasse versammelt hatten, beschlossen wir, noch gemütlich zum See des Hauses zu gehen und dort zu (Sonnen-)baden. Nach einem zweiten Frühstück packte uns dann aber doch noch mal die Gipfellust und wir bestiegen in der vorgegebenen Schildzeit den Hausberg, das Tristennöckel, mit einer schönen Aussicht auf die Hütte, den Gletschersee und den westlichen Rieserferner.
Da wir einen „straffen“ Zeitplan hatten, stiegen wir flott wieder ab. Zurück am See konnten es sich Paul und Bene dann aber nicht verkneifen, noch eine schnelle Erfrischung zu genießen. Danach hieß es: auf die Plätze, fertig, runter! Nicht, dass wir es nicht mehr rechtzeitig zur Pizzeria Mausefalle schaffen würden … tragisch, da Leo uns schon ziemlich heiß auf die gute Pizza dort gemacht hatte.
Während des Abstiegs entdeckten wir erst, wie schön der Aufstieg eigentlich gewesen wäre, hätten wir mehr als eine Nebelwand gesehen. Demnach kamen uns viele Tagestouristen entgegen, um den sensationell guten Kaiserschmarrn oben zu verkosten.
Unten angekommen, zog sich jeder schnell etwas Frisches an und die Fahrt ging auch schon los. Natürlich waren wir super pünktlich und bekamen noch Pizzen. Während die Auswahl auf der einen Seite des Tisches sehr verschieden ausfiel, war sich die andere Seite ganz klar einer Meinung: AMALFI! Die Pizzen hielten definitiv, was Leo versprochen hatte.
An- und abschließend zu unserem Trip gab es noch eine Runde italienisches Eis aus dem Ort, auch sehr lecker.
Danach ging es für beide Autos nach Hause und für alle, und die Klamotten, in die Wäsche 😉

Schee war’s!

Bilder: Benedikt Lueger

Handwerker gesucht – unsere Burg braucht deine Hilfe!

Für anstehende Arbeiten an unserer Burg suchen wir tatkräftige Unterstützung durch Handwerker aus unseren Reihen oder aus dem Vereinsumfeld.

Gesucht werden insbesondere:

  • Schreiner/in – für Arbeiten an den Stufen unseres Turms
  • Maurer/in bzw. Verputzer – zum Verputzen der Natursteinmauer

Die Arbeiten sollen zum Selbstkostenpreis durchgeführt werden. Das bedeutet: Der Verein übernimmt die anfallenden Materialkosten sowie eine angemessene Aufwandsentschädigung.

Du hast handwerkliches Geschick, Erfahrung in einem der genannten Bereiche und möchtest unseren Verein unterstützen? Dann freuen wir uns sehr über deine Hilfe!

Interesse? Bitte meldet euch beim Turwart Christoph Kemmling.

Vielen Dank für eure Unterstützung und euren Einsatz für unseren Verein!

Höhenglücksteig / Klettersteig-Anfängerkurs

Sonntag, 25.10.2026
Abfahrt 09.00 Uhr

Voraussetzungen:
– Trittsicherheit, Schwindelfreiheit
– Mitgliedschaft im DAV, Sektion Amberg

Kursziel/Kursinhalt:
– Handhabung der persönlichen Schutzausrüstung (PSA)
– Kräfteschonende Fortbewegung
– Einsatz/Verwendung der „Rastschlinge“
– Knotenkunde
– Tourenplanung

Ausrüstung (*kann in unserer Geschäftsstelle gegen Gebühr ausgeliehen werden):
– Klettergurt*
– aktuelles Klettersteigset (Rückrufe der Hersteller/des DAV beachten)*
– Kletterhelm*
– Bandschlinge (60 – 80 cm)*
– HMS-Schraubkarabiner*
– Klettersteighandschuhe
– klettersteigtaugliche Schuhe

Begrenzte Teilnehmerzahl
Max. 6 Teilnehmer

Anmeldung und Auskunft:
per Email beim Veranstalter Christian Stiegler