Tourenbericht Klettern auf der Ravensburger Hütte Pfingsten 2026

Samstag

Am Samstag geht es zeitig los für Viki, Niklas, Maria, Joris und Sina. Um halb Vier in der Nacht starten wir und fahren Richtung Österreich zu unserem Quartier für die nächsten Tage, der Ravensburger Hütte im Lechquellengebirge. Dort will Niklas manchen von uns erste Einblicke in das Alpin-/Mehrseillängenklettern geben und bereits vorhandenes Wissen erweitern. Torsten und Marlene sind schon einen Tag früher los und haben die Zeit genutzt, um den Winterraum der Hütte zu erkunden und erste Klettermeter zu sammeln.

Aufgrund des frühen Aufstehens und glücklicherweise leerer Straßen kommen wir super Richtung Berge und sind sogar eine Stunde früher am Ausgangspunkt in Zug für den Aufstieg. Zuerst teilen wir Seile und Essen auf. Da darf es natürlich nicht fehlen, die Rucksäcke zu wiegen. Man munkelt, dass eine Person (weiblich, 26) das Gewicht nicht wissen wollte, da ohne Seil schon 19kg auf der Wage standen und das Seil aber nun mal noch mit dabei sein musste.
Kurz nach Acht fängt dann das Abenteuer an und wir gehen los Richtung Ravensburger Hütte. Der Weg ist von einigen Schneefeldern bedeckt, aber der Aufstieg ist problemlos machbar. Nach etwas mehr als zweieinhalb Stunden kommen wir bei brütender Hitze an der Hütte an. Für diese Tour hat es der Wettergott wirklich gut gemeint: Es ist jeden Tag Sonne angesagt.

Nach einer kurzen Pause und Stärkung starten wir zu den Spullerplatten für unsere ersten Mehrseillängen.
Zuerst steigt die Dreierseilschaft mit Joris, Maria und Niklas in die Route „Braunbär“ ein. Es folgt die Zweierseilschaft mit Viki und Sina. Durch diese Konstellation kann Niklas das zuhause Geübte nochmals überprüfen und Ratschläge geben.
Nach erfolgreicher Beendigung der Route gehen wir zurück zur Hütte und kochen Abendessen. Kurz nach uns treffen dann auch Torsten und Marlene ein. Bei einem kurzen Pläuschchen bestätigt sich unser erster Eindruck beim Zustieg, dass auf den umliegenden Klettergipfeln noch ziemlich viel Schnee liegt und die Auswahl für zukünftige Touren etwas begrenzt ist.
Nach dem gemeinsamen Abendessen geht es dann endlich ins Bett, um etwas Schlaf nachzuholen. Trotz dass wir den Holzofen kräftig einheizen, bleibt es doch erstaunlich kalt im Winterraum und so sieht man von manchem nur noch das Gesicht aus den Deckenbergen hervorlugen.

Sonntag

Am Sonntag in der Früh entfliehen wir dem Eiskeller auf unsere Sonnenterrasse vor der Hütte. Nach dem gemeinsamen Frühstück gehen wir wieder zu den Spullerplatten, um dort an den Erfahrungen von gestern anzuknüpfen. Dieses Mal aber in anderen Seilschaften: Den Start in den „Bühlerweg“ machen Joris und Viki, darauf folgt die Seilschaft mit Niklas, Maria und Sina.
In einem sind Maria und Sina sich einig: Platten mit kleinen Tritten und winzigen Leisten sind klasse, aber die Wasserrillen sind doof. Trotzdem haben die beiden „Neulinge“ richtig Spaß am Mehrseillängenklettern. Oben angekommen seilen wir uns wieder ab, da am Nachmittag Niklas und Maria nochmal in die Wand einsteigen möchten. Der Rest von uns hat sich zeitversetzt Richtung Hütte aufgemacht, da der ein oder andere etwas mit der Sonne zu kämpfen hatte. Als dann alle wieder an der Hütte sind, kochen wir wieder gemeinsam, heute stehen Falafel mit Kartoffelpüree – und festhalten: Gurkensalat! – auf dem Menü. Ja, es ist dreimal Salat zum Abendessen geplant. Gar nicht schlecht, bei der Hitze auch etwas Frisches dabei zu haben. Gegen 22 Uhr ist dann auch dieser Tag zu Ende.

Montag

Am Montag beginnt der Tag für einen Teil von uns ganz entspannt auf unserer Sonnenterrasse, um die ganzen Eindrücke von den vorherigen Tagen wirken zu lassen und etwas Kraft zu tanken.
Torsten, Marlene und Joris schauen zur Luggiwand, den Klettergarten hinter der Ravensburger Hütte, um in „Kraut und Rüben“ einzusteigen. Der Name ist zumindest teilweise Programm und so muss man auch mal kräftig ins Gras greifen – sonst hat die Route einige schöne Kamin- und Verschneidungspassagen zu bieten. Nach den zwei Seillängen treten die Drei den Heimweg an, da sie am Dienstag wieder arbeiten müssen. Viki, Niklas, Maria und Sina bleiben noch einen Tag länger, denn Zitat Hüttenwirt: „Seit‘s ihr Studenten, oder warum bleibt ihr länger als der Feiertag?“.

Nachdem Torsten, Joris und Marlene den Heimweg angetreten haben, machen sich die „Studenten“ auf den Weg zu einer leichten Wanderung zum Einstieg der Roggalspitze, um die aktuellen Bedingungen näher anzuschauen. Für diesen Tag ist ein etwas entspannteres Programm angesagt. Eins kann man sagen, wir hatten Spaß an den Schneefeldern beim Abstieg wieder zurück zur Hütte.
Wieder angekommen, wird schnell der Ofen angeschürt und das letzte gemeinsame Abendessen gekocht: Nudeln mit Frischkäse, Feta, Oliven mit Gorgonzola, Sonnenblumenkernen, Parmesan und Karottensalat – essenstechnisch geht es uns auf jeden Fall gut.

Dienstag

Am Abreisetag klingelt der Wecker um 8 Uhr und wir frühstücken ein letztes Mal gemeinsam auf der Terrasse bei einem traumhaften Ausblick auf den Spullersee. Nachdem wir den Winterraum sauber gemacht haben, steigen wir auch in die Luggiwand ein. Maria und Sina klettern „Kraut und Rüben“, wobei die beiden die Route eher „Kraut und Stein!“ getauft hätten. Viki und Niklas steigen in „Lolek und Bolek“ ein. Nachdem wir uns abgeseilt haben, geht es zurück zur Hütte und die Rucksäcke werden für den Abstieg gepackt.
Gegen 14 Uhr steigen wir vollgetankt mit Sonne und lehrreichen Erfahrungen wieder ab. Fast übersehen wir das Auto, das von einem gelben Pollenschleier begraben ist. Jetzt sitzen wir gerade im Auto und schreiben diesen Tourenbericht. Ich muss sagen, danke für diese tollen Tage und danke auch an die tolle Gruppe, es hat wirklich sehr viel Spaß gemacht!

Tourenbericht: Abenteuer Salzkammergut – Berchtesgadener Alpen / Vertikale Glücksgefühle bei Traumwetter

Vom 9. bis 12. Juli zog es eine siebenköpfige Gruppe des DAV Amberg ins malerische Salzkammergut. Unter der Leitung unseres Klettersteigtrainers Christian nahmen Thomas, Andi, Stefan, Regina, Angelika und Petra die herausforderndsten Klettersteige der Region in Angriff.

Auf dem Programm standen absolute Highlights, allen voran der spektakuläre Drachenwand-Klettersteig und der extrem sportliche Attersee-Klettersteig. Letzterer forderte die Gruppe gleich zu Beginn, denn der Einstieg ist mit der Schwierigkeit D/E teils sehr anspruchsvoll und verlangte ordentlich Schmalz in den Armen.

Zum krönenden Abschluss am Sonntag wartete auf der Heimreise noch ein echtes Schmankerl, der Grünstein-Klettersteig. Nach dem erfolgreichen Gipfelsieg belohnte sich die Gruppe beim Abstieg mit einem Sprung in den wunderschönen Königssee – die perfekte, herrlich erfrischende Abkühlung nach den strapaziösen Klettermetern.

Bei absolutem Traumwetter und strahlendem Sonnenschein boten sich an allen Tagen gigantische Tiefblicke auf die Alpenseen. Trotz der sportlichen Herausforderungen kam der Spaß nie zu kurz. Die Stimmung im Team war phänomenal, es wurde viel gelacht und jeder Erfolg gebührend gefeiert. Ein rundum perfektes Wochenende voller Adrenalin, Teamgeist und Bergpanoramen!

Wandern & Yoga in den Chiemgauer Alpen – Ein Wochenende zwischen „Ohmm“ und „Oha!“

Man nehme: eine gut gelaunte Gruppe Frauen, eine Portion Abenteuerlust, eine Prise Yoga – und würze das Ganze mit Sonnenschein, Schnee und einer Hütte mit Aussicht. Fertig ist ein Wochenende, das noch lange nachwirkt. So geschehen bei „Yoga&Wandern“ unserer DAV-Sektion Amberg in den Chiemgauer Alpen.

Ankommen, Aufatmen, Aufsteigen

Die Anreise? So entspannt, dass man fast vergessen konnte, dass noch ein Aufstieg bevorsteht. Dank unserer souveränen Fahrerin Petra rollten wir stressfrei Richtung Berge – mit einem ersten Highlight: Cappuccino-Stopp beim Dinzler. Koffein, Sonne und Vorfreude – die perfekte Kombination.

Während zwei Teilnehmerinnen ganz elegant per Bahn Höhe gewannen (man muss Prioritäten setzen!), startete der Rest sportlich in den Aufstieg. Vorher gab’s noch eine kleine Yogaeinheit – quasi „Warm-up für Körper und Seele“. Der Weg zur Hütte zeigte sich von seiner besten Seite: sonnig, teilweise steil, aber immer schön.

Oben angekommen: Durchatmen, ankommen, genießen. Noch eine entspannende Yogaeinheit, ein leckeres Abendessen – und schon war klar: Diese Gruppe passt. Supernett, lustig und bereit für alles, was kommt.

Schnee, Sonne und sehr viel Lachen

Der Tag begann – natürlich – mit Yoga. Danach Frühstück und dann: Auf zum Laubenstein! Die geplanten 750 Höhenmeter im Auf und Ab hielten, was sie versprachen – inklusive überraschender Begegnung mit dem Winter. Schnee auf den Wegen, dazwischen frühlingshafte Abschnitte, mal laues Lüftchen, mal frischer Wind. Kurz gesagt: Alles dabei.

Die Alternativroute wegen Schneelage entpuppte sich als Glücksgriff. Einkehr auf der Hofalm (inklusive „dünner Suppe“ und leckeren Kuchen), traumhafte Ausblicke und eine Natur, die abwechslungsreicher kaum sein könnte.

Zurück an der Hütte wartete die nächsten Highlights: Yoga und Sonnenuntergang – einige von uns, eingehüllt in Decken, erinnerten eher an gemütliche Braunbären als an Bergsteigerinnen. Spätestens beim anschließenden Hornochsen-Spiel war dann endgültig klar: Die Stimmung ist auf dem Höhepunkt.

Ein perfekter Tag – mit allem, was das Wander- und Yogaherz begehrt.

Abstieg mit Ohmm-Faktor

Auch der letzte Tag begann mit Yoga – Routine ist schließlich alles. Nach dem Frühstück ging es an den Abstieg: rund 1000 Höhenmeter bergab, mit einem kleinen Gegenanstieg inklusive. Das Wetter zeigte sich wechselhaft, aber die Stimmung blieb stabil gut – selbst Regen konnte daran nichts ändern.

Unterwegs gab’s noch einen kleinen Schatzfund: frischer Bärlauch! Und unten angekommen? Natürlich nochmal Yoga – direkt am Parkplatz. Wer braucht schon ein Studio?

Mit einem letzten Einkehrschwung (ja, nochmal Dinzler!) und vielen glücklichen Gesichtern ging es zurück Richtung Heimat. Trocken angekommen – dem Gewitter und dem Hagelschauer ein Schnippchen geschlagen.

Fazit:

Ein rundum gelungenes Wochenende voller Bewegung, Entspannung und Gemeinschaft. Wandern und Yoga – eine Kombination, die einfach funktioniert. Oder wie es eine Teilnehmerin treffend zusammenfasste: „Freudiges Ohmm!“

Ein großes Dankeschön an Simone und Petra – für Organisation, Yoga und Wanderführung, gute Laune und ganz viel Herzblut.

Fazit vom Fazit: Gerne wieder. Sofort

Schneeschuh-Wochenende in den Kitzbüheler Alpen

Freitag, 06.02. bis Montag, 09.02.2026

Teilnehmer:
Brigitte, Evi, Irene, Karl-Heinz, Simone, Thomas, Uli, GeSie

Freitag, 06. Februar:
Nach (fast) pünktlichem Start um 7:45 an unserer Geschäftsstelle in Amberg traten wir die Reise für unser alpines Schneeschuhwochenende auf der Bochumer Hütte oder Kelchalm an. Natürlich wurde am Irschenberg der obligatorische Stopp zur Kaffeepause eingelegt, ohne Probleme erreichten wir dann pünktlich unseren Ausgangspunkt in Wiesenegg-Grüntal, südlich von Kitzbühel. Schnee war beim Start noch Mangelware, aber schon sehr bald kamen auf dem zum Teil spiegelglatten Zufahrtsweg unsere Grödel zum Einsatz. Nach knapp zwei Stunden erreichten wir die Kelchalm auf 1430 mtr. Zu unserer Enttäuschung war die Schneeauflage immer noch äußerst dürftig. Da wir noch genügend Zeit hatten, absolvierten wir unsere obligatorischen LVS-Übungen gleich noch am ersten Tag. Nach dem Abendessen wurden Spielkarten ausgepackt, beim Hornochsenspiel wurde gleich
am ersten Abend der Punkterekord für die kommenden Tage aufgestellt.

Samstag, 07. Februar:
Frühstück war für 7:30 Uhr angesagt, aber dank Simone durften wir uns – so wie in den nächsten Tagen auch – mit Yoga auf die kommende Tour einstimmen. Gleich nach dem Start Richtung Niederkaseralm legten wir wieder unsere Grödel an, Schnee war weiterhin nur Dekoration, dafür gab's genug vereiste Stellen. Nach einem kurzen Steilaufstieg kamen wir aber endlich mit jetzt reichlich Schnee in Berührung. Ab der Oberkaseralm durften wir dann unverspurten Neuschnee geniessen. Am sogenannten Tor einigten wir uns nach kurzer Diskussion darauf, welcher der vielen Gipfel unser Ziel, der Mittagskogel (2038 mtr) sei, was sich dann auch als richtig herausstellte. Sonnenbrille und Sonnencreme kamen zum Einsatz, trotzdem fiel die Rast nach dem Gipfel wegen des kalten Windes relativ kurz aus. Zurück am Tor gab es dann von Simone noch eine kurze Freiluft-Yogaeinheit. Auf dem Rückweg steuerten wir unsere Hütte dann von oben an, so dass wir unsere Grödel hier nicht mehr brauchten.

Sonntag, 08. Februar:
Rauber (1972 mtr) und Saalkogel (2006 mtr) standen heute auf dem Programm. Nach dem sehr anspruchsvollen Abstieg vom Saalkogel zum Oberreiterjoch war Evi der Meinung, dass ein Sonnenbad doch viel angenehmer sei als ein weiterer Gipfel. Da der GeSie ein pflichtbewusster Mensch ist, entschied er sich, bei Evi zu bleiben, ob traurig wegen des verpassten Gipfels oder erleichtert wegen des ersparten Gipfels sei dahingestellt. Die Belohnung war eine wundervolle Pause bei traumhaftem Wetter und absoluter Einsamkeit. Die Belohnung für den Rest der Gruppe war, unter der Führung vom Thomas, der Staffkogel mit 2115 mtr. Via Saaljoch ging's dann gemeinsam wieder zurück zur Hütte. Kurz vor der Hütte meinte die Irene, ein Kaiserschmarrn wäre mal eine gutes Abendessen. An diesem Abend waren wir die einzigen Gäste auf der Hütte, vielleich gab es deshalb prompt Kaiserschmarrn als Dessert.

Montag, 09. Februar:
Nach der obligatorischen Yogaeinheit und dem Frühstück packten wir unsere Siebensachen und steuerten den Laubkogel (1760 mtr) an.Trotz der niedrigen Höhe durften wir unsere Schneeschuhe bald wieder aufziehen. Vom Gipfel konnten wir nochmal die Touren der vergangenen Tage einsehen und Revue passieren lassen, bevor wir uns an den Abstieg – am Schluß ohne Schneeschuhe auf Forstwegen – machten. Auf der Heimfahrt war ein Kaffee- Abstecher am Irschenberg natürlich wieder Pflicht, am frühen Abend erreichten wir dann wohlbehalten wieder Amberg.

Fazit:
Ein Wochenende mit einer Tollen Truppe bei bestem Schnee und Traumwetter liegt hinter uns.
Danke auch an Thomas, meinen Co und Simone, unsere Yoga-Trainerin

© 2026 by GeSie

Schneeschuh-Wochenende im Dachstein

Freitag, 13.02. bis Montag, 16.02.2026

Teilnehmer:
Birgit, Cordula, Petra, nochmal Petra, Sigrid, Simone, Wolfgang, GeSie

Freitag, 13. Februar:
Pünktlich um 7:30 Uhr starteten wir an unserer Geschäftsstelle in Amberg zu unserer viertägigen Schneeschuhtour. Nachdem die Rucksäcke, Schneeschuhe und sonstige Ausrüstung sorgfältig im Vereinsbus verstaut waren, konnte es eigentlich losgehen – eigentlich.
Denn bereits nach wenigen Minuten von Zuhause entfernt musste unser Tourguide GeSie noch einmal umdrehen:
Die Hörgeräte lagen gemütlich zu Hause.
Sein Kommentar dazu: 'Vielleicht wäre es bei dem Frauenanteil besser gewesen, die Hörgeräte gleich daheim zu lassen.'
Der Ton war also gesetzt – und die gute Laune ebenso. Kurz vor Passau legten wir eine gemütliche Kaffeepause ein, bevor wir schließlich in Obertraun am Hallstätter See an der Seilbahn ankamen. Hier stellte dann unsere Co-Wanderführerin fest, dass ihr Waschbeutel incl. Kontaktlinsenlösung 400 km entfernt noch zu Hause lag.
Kurzerhand düsten sie und GeSie auf der Suche nach einem Drogeriemarkt zu einer sogenannten 'Wanderbesprechung' nach Bad Goisern.
Beim Kauf der Seilbahntickets erwartete uns dann die nächste Überraschung: In Österreich gelten wir alle schon als Rentner! Immerhin hat das den Geldbeutel etwas geschont.
Während wir an der Bergstation in der Sonne auf unsere shoppenden Bergführer warteten, verging eine Stunde, bis wir endlich gemeinsam weiter zur letzten Station der Krippenstein-Seilbahn fahren konnten. Dort schnallten wir die Schneeschuhe an – und los ging’s Richtung Wiesberghaus, einer Schutzhütte der Naturfreunde Österreich.
Der Einstieg in den richtigen Winterweg war allerdings nicht ganz leicht zu finden. So kämpften wir uns eine halbe Stunde erstmal durch knietiefen Schnee, bergauf, bergab, querfeldein, bis wir schließlich mit der Dämmerung das Wiesberghaus auf 1872 mtr erreichten.
Erschöpft, aber glücklich, genossen wir ein leckeres Abendessen und ließen den Tag beim beliebten 'Hornochsenspiel' ausklingen – gleich zweimal wurde der Punkterekord von Thomas aus der Vorwoche von der Bochumer Hütte überboten!
Die Hütte war nicht voll belegt, so daß wir uns zu acht alleine im großen Lager breit machen konnten.

Samstag, 14. Februar:
Da es erst um 7:30 Uhr Frühstück gab, begannen wir den Tag früh um 7:00 Uhr mit einer halbstündigen Yogaeinheit mit Simone.
Nach einem ausgiebigen Frühstück brachen wir um 9:00 Uhr zur Simonyhütte (2202 m) auf. GeSie und Simone übernahmen das Spuren und kämpften sich mutig durch tiefen Schnee und verschneite Latschenfelder. Kurz vor der Hütte erwartete uns noch eine mit einem Seil abgesicherte steile Passage, die in dem Absturzgelände mit Schneeschuhen echte Akrobatik verlangte.
Oben angekommen belohnten wir uns mit Kaffee, Schokokuchen oder Zimtschnecken.
Den Abstieg zurück zum Wiesberghaus kannten wir schon. Da es noch früh am Nachmittag war, absolvierten wir unterhalb der Hütte noch die bei solchen Touren üblichen LVS-Übungen. Mit so vielen Hühnern auf einem Haufen nicht unbedingt ein leichtes Unterfangen, aber wir haben alle 'verschütteten' Personen gefunden und ausgegraben. Danach wärmten wir uns mit Frittatensuppe wieder auf.
Am Abend gab es wieder ein köstliches Menü und erneut das legendäre Hornochsenspiel, diesmal begleitet von russischer Live-Musik mit Ukulele und Gitarre und lautstarkem Gesang. Nicht jedermanns Geschmack, aber trotzdem unvergesslich.
Beim Sichten einer komplett weißen Videoaufnahme von unserer heutigen Tour kam dann der Spruch des Tages:
'Lag dein Handy im Schnee?'

Sonntag, 15. Februar:
Nach der inzwischen fest eingeplanten Yogaeinheit und dem Frühstück machten wir uns gestärkt auf den Weg zur Gjaidalm. Den ursprünglich geplanten Besuch der Seethaler Scharte am Ende des Hallstätter Gletschers verschoben wir wegen des vielen Neuschnees und auch schlechten Sicht auf nächstes Jahr.
Der Weg zur Alm war eine winterliche Märchenlandschaft: Neuschnee, Schneefall und Nebel erzeugten eine schöne Stimmung – und jede Menge Spaß.
Mehrere von uns testeten unfreiwillig die Weichheit des Schnees und versanken prompt, zum Teil bis zur Hüfte, im tiefen Neuschnee.
GeSies Kommentar dazu: 'Keine Angst – es ist nicht mehr weit bis zum Frühling.' Und an Cordula ging, wegen der Eiskristalle in den Haaren, ein charmantes 'Na, Silberlöckchen, alles gut?' Die Antwort der Gruppe war eindeutig: 'Schneelöckchen wäre netter!' Männer im besten Alter lernen eben nie aus.
Die Gjaidalm wird von einer nepalesischen Familie bewirtschaftet und wir durften echte nepalesische Küche z.B. mit einer köstlichen Sherpasuppe genießen. Aber auch Tiramisu und Kaspressknödelsuppe fehlen nicht auf der Speisekarte.
Nach dem Rückweg zurück zur Hütte folgte abends erneut ein Drei-Gänge-Menü und die obligatorische Hornochsenspielrunde.
Da am Sonntag nur mehr wenige Gäste auf der Hütte waren, konnten wir uns um 22 Uhr zur Hüttenruhe wieder im Lager ausbreiten.

Montag, 16. Februar:
Über Nacht hatte es kräftig geschneit, geschätzt mindestens ein halber Meter Pulverschnee vom feinsten. Nach der opbligatorischen Yogastunde und einem reichhaltigen Frühstück, diesmal sogar mit Frühstücksei, traten wir bei Wind und dichtem Schneetreiben den Rückweg zum Hallstätter See an, diesmal über den Sommerweg. GeSie und Simone spurten unermüdlich und standen dabei mehrfach bis zur Hüfte im Schnee. Am Anfang war die Wegfindung nicht einfach, wir sahen weder Markierungen noch konnte man einen Weg erkennen. Dank der Wander-App fanden GeSie und Simone aber den richtigen Weg.
Damit alle Teilnehmer in den Genuß des Tiefschnees kamen wechselten wir uns später mit dem Spuren ab, bis nach einem letzten Steilstück der Abstieg Richtung Hallstatt begann.
Aufgrund des kräftigen Schneefalls und der tiefen Temperaturen war die Schneeauflage bis fast zum See gut und wir konnten sehr lange die Schneeschuhe an lassen.
An der Materialseilbahn bestellten wir ein Taxi. GeSie und Cordula ließen sich zur Talstation der Seilbahn fahren, um unseren Bus abzuholen.
Auf dem Heimweg begleiteten uns ab Passau zum Teil kräftige Regenschauer, doch gegen 19:30 Uhr erreichten wir wohlbehalten und zufrieden wieder Amberg.

Fazit:
Ein wunderschönes, erlebnisreiches und humorvolles Wochenende ging zu Ende. Wir bedanken uns herzlich bei:
GeSie für die hervorragende Tourenplanung und -durchführung
Simone für die täglichen, wohltuenden Yogaeinheiten
Beide für unermüdliches Spuren, spontane Lösungsfindungen und jede Menge gute Laune
Tiefschnee, Spaß, Teamgeist, Kulinarik und unzählige Anekdoten – diese Tour wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.

© 2026 by GeSie und Cordula